Triennale der Modern 2019 - Jahrestagung des Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V.

Jahrestagung des Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V.
- Die Moderne weiter bauen – Potenziale und Grenzen bei der Weiterentwicklung der Wohnsiedlungen des 20.Jh.
am Freitag, 25. Oktober in Berlin, Landesvertretung Bremen, Hiroshimastraße 24 in 10785 Berlin-Mitte
ZEIT: 14:00 bis 17:00 Uhr

Vor der Tagung werden ab 10 Uhr Exkursionen angeboten, die typische Beispiele des Nachwirkens von Prinzipien des Wohnungsbaus der Moderne in Berlin zeigen.
• Tour West: Hufeisensiedlung – Gropiusstadt
• Tour Ost: Karl-Marx-Allee – Fennpfuhl – Marzahn - Hellersdorf

Das Programm der Tagung steht hier als Download zur Verfügung!
Das Bauhaus-Jubiläum ist für das Kompetenzzentrum Großsiedlungen Anlass, an die Folgen
des zu Beginn der 1920er Jahre entwickelten Konzeptes eines grundlegend veränderten,
sozial orientierten Wohnungsbaus zu erinnern und diese aktuell einzuordnen.
Die Jahrestagung ist Teil der in Weimar, Dessau und Berlin geplanten Veranstaltungen
zur „Triennale der Moderne 2019“ und wird von der Deutschen Klassenlotterie Berlin gefördert.
Unser Anliegen ist es, nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft großer Wohnsiedlungen auszuleuchten, die nicht nur angesichts des aktuell bestehenden Wohnraummangels einen erheblichen Beitrag zur sozial ausgewogenen Wohnraum-Versorgung leisten.
Der Rückblick auf den Wohnungsbau in der zweiten Hälfte des 20.Jh. zeigt, dass prägende Prinzipien der am Bauhaus, aber auch von Martin Wagner und Bruno Taut in Berlin oder von Ernst May in Frankfurt/M. entwickelten neuen Wohnsiedlungen ihre Gültigkeit nicht verloren hatten, sondern – modifiziert, in größerem Maßstab und in unterschiedlicher Qualität –weiter angewendet wurden.
Heute ist von Interesse, welche Erfahrungen des Siedlungsbaus, die am und im Umfeld des Bauhauses gemacht wurden, bei der Erneuerung des Bestandes weiterhin Gültigkeit haben und welche hingegen überholt sind.
Im Unterschied zur Moderne zur Zeit des Bauhauses wird vom heutigen Wohnungsbau vor
allem ein Beitrag zur Innenentwicklung der Städte erwartet.

Unsere Studie „Bauen in Nachbarschaften“ ist deshalb folgender Frage nachgegangen:
Wie weit kann ergänzendes Bauen betrieben werden, ohne vorhandene Qualitäten zu
schmälern, die Nachbarschaften zu überfordern bzw. den Charakter der Siedlungen zu
konterkarieren?
In der Studie „Prinzipien für den Bau neuer Wohnquartiere“ haben wir aufgezeigt, dass
die Leitlinien der 1920er Jahre Moderne keineswegs obsolet sind, sondern auch den aktuellen
Siedlungsbau prägen. Die Moderne wird in einem ästhetisch wie funktional eng an die
ursprünglichen Intentionen angelehnten Sinne in neuen Siedlungen und Quartieren
weitergebaut – freilich unter gravierend veränderten technologischen und sozialen
Bedingungen.
Die Themen „Erneuern und Weiterbauen“ werden auf der Tagung anhand von Beispielen aus
den 1920er Jahren bis hin zum aktuellen Wohnungsbau diskutiert.
  • Programm und Anmeldung zur Jahrestagung 2019
    Download [pdf | 1 MB]